Bitcoin-Legenden

Die 10 bekanntesten Mythen und Legenden über Bitcoin

Um Bitcoin ranken sich seit seiner Entstehung recht hartnäckig einige Verschwörungstheorien. Hier findet ihr eine Liste der 10 bekanntesten Bitcoin-Verschwörungstheorien, sowie einige Richtigstellungen und Gegenargumente.

 

1. Gibt es überhaupt genug Bitcoins für alle, wenn das Bitcoinsystem auf 21 Millionen begrenzt ist?

Bitcoins sind bis zu 8 Stellen nach dem Komma teilbar, was also über 2 Billiarden Einheiten ermöglicht. Für kleinere Bitcoin Beträge gibt es sogar eigene Bezeichnungen. Ein Bitcoin sind dann 100.000.000 Satoshis, bzw. ein Satoshi sind 0,00000001 BTC. Somit ist es auch ohne Probleme möglich, Micropayments zu tätigen.

 

2. Ist Bitcoin nur ein geschickt aufgebautes Schneeballsystem?

Bei einem Schneeballsystem erhalten Investoren ihre vermeintlichen Gewinne durch Einzahlungen späterer Anleger. Außerdem werden von den Initiatoren meist exorbitante Gewinne garantiert. Sobald es keine neuen Investoren mehr gibt kollabiert das System. Bitcoin hingegen ist ein von jedem einsehbares Open Source Softwareprojekt, ohne Kontrolle durch eine zentrale Instanz. Bitcoin garantiert auch keine Gewinne sondern bietet sich nur als frei nutzbares Zahlungssystem an. Sämtliche Transaktionen sind außerdem durch die Blockchain jederzeit nachvollziehbar.

 

3. Ist Bitcoin nur ein Hype und wird bald von der nächsten Kryptowährung abgelöst?

Vor allem im letzten Jahr gab es einige Berichte über die neue Cyberwährung, was durchaus auch extreme Kursanstiege mit sich zog. Dies kann man teilweise auch schon als sogenannte Blasen bezeichnen. Bitcoin ist jedoch mittlerweile in vielen Ländern als erstes virtuelles Zahlungsmittel anerkannt oder zumindest akzeptiert. Dies hat bisher noch keine andere vergleichbare Kryptowährung erreicht. Und die bisher aufgekommenen Alternativen beruhen meist auch nur auf dem bereits vorhanden Open Source Bitcoins System.


4. Ist Bitcoinmining nur resourcenraubende Energieverschwendung da ihr Wert durch nichts gedeckt ist?

Anders gefragt: Wie viel kostet es, um "echtes Geld" wie Euro, Dollar oder Yen herzustellen, durch Panzerwaagen zu sichern und in Safes zu lagern und in riesigen Wolkenkratzern zu verwalten? Welcher finanzielle Aufwand muss betrieben werden, um Geldscheine ständig nachzudrucken oder Kilometertief in Bergen nach Gold zu schürfen? Mit der steigenden Schwierigkeit die verbleibenden Bitcoins zu finden steigen auch die technischen Weiterentwicklungen. So gesehen ist Bitcoin sogar eine energiesparende Alternative zum bestehenden Finanzsystem.

 

5. Wird Bitcoin hauptsächlich für Drogengeschäfte, Waffenhandel und Geldwäsche verwendet?

Diese Aussagen haben in letzter Zeit glücklicherweise etwas abgenommen. Grund waren teilweise recht einseitige Berichte über die anonymisierte Onlineplattform Silkroad (und Ableger + Nachfolger), auf der man mit Bitcoins die unterschiedlichsten, oft illegalen Dinge erwerben konnte. Das diese Netzwerke aber auch immer wieder aufgedeckt werden konnten zeigt nur, dass Bitcoin sich nicht als Zahlungsmittel für Drogen oder Ähnliches eignet, da jede Transaktion eindeutig nachvollziehbar bleibt. Herkömmliches Bargeld wurde dagegen schon seit jeher für solche Aktivitäten verwendet ohne dass Behörden die Geldströme eindeutig nachvollziehen konnten oder eindeutig nachweisen konnten woher beispielsweise beschlagnahmte Geldmengen tatsächlich stammen.

 

6. Ist Bitcoin nur ein von der Regierung entwickeltes Zahlungssystem zur besseren Überwachung?

Seit über 20 Jahren spricht sich der internationale Währungsfonds für eine digitale weltumspannende deflationäre Währung aus. Auch die NSA forscht seit den 90er Jahren an digitalen Geldnetzwerken mit dem Ziel einer totalen Überwachung des Geldverkehrs, um so langfristig auch den Einsatz von Bargeld zu minimieren, mit dem man bekanntlich nach wie vor anonym alles mögliche kaufen kann, ohne dass eindeutig nachvollziehbar ist wer was bei wem gekauft hat. manche vermuten auch, das dieses Projekt gezielt von der NSA ins Leben gerufen wurde und kostengünstig durch eine zivile Community ein Kryptographie-System weiterentwickeln zu lassen, welches später gezielt dazu verwendet werden kann, um Verschlüsselungsalgorithmen einfacher berechnen/knacken zu können? Zumindest gibt es inzwischen einen speziellen Markt für Computer die einzig und allein dem Zweck dienen neue Bitcoins zu berechnen. Und die Preise für diese Rechner sinken weiter und weiter während die Hardware immer leistungsfähiger wird.


7. Ist Bitcoin durch die starken Kursschwankungen für den Handel mit seriösen Waren und Dienstleistungen ungeeignet?

Fast überall wird der Bitcoin Preis meist in Verbindung mit der jeweiligen Landeswährung berechnet. Wenn beispielsweise ein Fernseher 1000,- € kostet und ein Bitcoin 500€ Wert ist, müsste man insgesamt nur 2 Bitcoins bezahlen. Vor einiger Zeit, als der Bitcoinkurs noch bei 100,- € lag, war der Preis dementsprechend noch bei 10 Bitcoins. Wenn der Händler jedoch einen sogenannten Bitcoin-Treuhänder einsetzt (z.B. BitPay), wird sichergestellt, dass die Bitcoins zeitnah in die Landeswährung getauscht werden und er somit keine Verluste durch eventuelle Kurseinbrüche gibt. Für die Händler besteht sogar der Vorteil, dass der Versand der Ware meist erst eingeleitet wird wenn die Überweisung der Bitcoins bestätigt wurde, ähnlich der üblichen Vorkassenzahlung. die technischeEinbindung in bestehende Shopsysteme ist ebenfalls relativ einfach zu realisieren.

 

8. Werden die Angriffe auf die Bitcoinbörsen von Banken oder staatlichen Einrichtungen gesteuert?

Immer häufiger werden auf Bitcoinbörsen gezielte Angriffe durchgeführt. Sei es durch massive Transaktionswellen, um die inzwischen weitestgehend geschlossene Schwachstelle in der Bitcoin-Architektur auszunutzen (transactions malleability) oder durch massive DDos Attacken mit Hilfe riesiger Bot-Netzwerke. Wer diese Angriffe steuert oder veranlasst hat blieb bisher jedoch unklar. Ob solche Methoden auch von Banken und/oder Staaten eingesetzt werden ist fraglich da sie bei dem kleinsten handfesten Beweis in Erklärungsnot wären. Fakt ist aber, dass Bitcoin für Banken ein immer ernstzunehmender Konkurrent wird und dass solche Einrichtungen über genügend Mittel verfügen um den Kurs durch gezielte Diskreditierung in den Medien nach unten zu drücken oder ihn durch Ankauf riesiger Mengen wieder nach oben zu treiben. Dadurch kann man nicht nur satte Gewinne einfahren, sondern im gleichen Zug einen Konkurrenten ausschalten ohne selbst in die Schusslinie zu geraten. Solange dies aber nicht zu beweisen ist handelt es sich in diesem Fall nur um Theorie. ;)

 

9. Kann man das Bitcoinnetzwerk mit einem ressourcenstarken Netzwerk übernehmen oder manipulieren?

Theoretisch ja, aber je stärker das Bitcoinnetzwerk wächst, desto schwieriger wird es für Botnetzwerke, geschweige denn für einzelnen Personen, die Kontrolle über das gesamte System übernehmen zu können. Die Kosten dabei wären so hoch das es kaum Profit einbringen dürfte, zumal die Transaktionen aller anderen Teilnehmer in der Blockchain bereits gesichert und nur sehr schwer zu manipulieren sind.

 

10. Können Quantencomputer die Sicherheit von Bitcoin gefährden?

Vielfach wurde schon darüber spekuliert, Quantencomputer könnten die Sicherheit von Bitcoin gefährden, da die bisher eingesetzte Verschlüsselungsverfahren damit relativ nutzlos wäre. Allerdings gibt es bisher keine noch Quantencomputer und die Entwicklung wird wahrscheinlich auch noch ein paar Jahre in Anspruch nehmen. Wenn es soweit ist können die Sicherheitsalgorithmen von Bitcoin aber angepasst werden, was durch die Open Source Software sicher ohne größere Probleme angepasst werden kann. Finanzinstitute haben mit Quantencomputern übrigens die gleichen Probleme was beispielsweise Banken vor weitaus größere finanzielle und technische Probleme stellen wird.

 

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